Einen wunderschönen guten Morgen!
Kräuter sind aus der heutigen Küche nicht mehr wegzudenken. Sie machen aus einer faden Suppe einen Hochgenuss, pimpen geschmacklich und optisch jedes Gericht auf und dabei sind Küchenkräuter auch noch sehr gesund. Die Liste aller weltweit existierenden Küchenkräuter ist schier endlos. Insbesondere gibt es Kräuter, von denen wir noch kaum etwas gehört oder jemals in den Kochtopf geworfen haben.
Doch auch die Liste der bekannten Kräuter die in deutschen Küchen verwendet werden ist lang. Bestimmt standet ihr schon einmal im Gartencenter und habt euch gefragt – was zur Hölle ist das für ein Kraut, für welches Gericht sind diese Kräuter geeignet? Denke mal, man muss nicht alle kennen und im Garten kultivieren, doch es sind einige Kräuter die einfach in jede Küche gehören. Wer Wert auf Genuss und Bekömmlichkeit legt, für den sind Kräuter unentbehrlich. Frisch verwendet sind sie am wertvollsten, da sie dann ihren charakteristischen Geruch und Geschmack am besten entfalten. Kann man frische Kräuter nicht sofort aufbrauchen ist der Kühlschrank der ideale Lagerplatz. Bei Petersilie und Schnittlauch ernte ich immer größere Mengen, schneide oder hacke sie klein und gefriere sie ein. Tiefgefroren behalten viele Kräuter ihr volles Aroma und ihre Farbe für viele Monate. So lassen sich auch im Winter Speisen hervorragend und schnell aufwerten.
Tomate und Basilikum sind ein echtes Dream-Team, doch das beliebte Küchenkraut kann noch viel mehr. Es verfeinert eine Vielzahl von Gerichten, besonders in der mediterranen Küche darf es nicht fehlen. Wichtig ist nur, Basilikum darf nicht mitgekocht werden, weil es sonst sein Aroma verliert. Die Blätter immer zu Schluss zugeben oder frisch darüber streuen. Thymian hat eine starke Würzkraft und sollte vorsichtig dosiert werden. Besonders lecker schmeckt das Kraut in Saucen, Tomaten-, Fleisch- und Pilzgerichten, aber auch zu Kartoffeln und Salate.
Rosmarin ist ein Allrounder und passt besonders zu Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten. Der Klassiker sind Rosmarinkartoffel, doch der pikante Geschmack passt auch mit Tomate und darf bei Ratatouille nicht fehlen. Salbei habe ich sehr spät für mich entdeckt und ergänzt wunderbar pikante Gerichte. Frische Salbeiblätter kann man in eine Pfanne mit heißer Butter geben, um Pasta oder Gnocchi kurz darin schwenken. Durch das Fett intensiviert sich der Salbei Geschmack auf vortrefflicher Weise. Salbeiblätter sollten aber nicht zu lange garen, denn bei zu viel Hitze entwickeln sich Bitterstoffe. Im Sommer ist Minze mein täglich Kraut. Reines Wasser sagt mir nicht zu, doch angereichert mit Minze und Zitrone schmeckt es sehr gut und hilft mir ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Minze ist eines der vielfältigsten Kräuter, da sie sowohl süßen als auch herzhaften Speisen das gewisse Etwas verleihen.
Für die bayerische Küche ist Petersilie und Schnittlauch unentbehrlich. Ein bayerischer Wurstsalat, ein Obazta, ein einfaches Butterbrot oder eine Leberknödelsuppe – ohne Schnittlauch – einfach undenkbar. Schnittlauch schmeckt kräftig würzig und leicht scharf, wächst im Garten fast wie Unkraut. Alles, was Schnittlauch im Garten braucht, ist ein sonniger Platz und an heißen Tagen regelmäßige Wassergaben. Petersilie ist das Kraut, das ich am meisten verwende. Mische es fast täglich in den Salat oder streue es über verschiedene Gerichte. Kein anderes Kraut, ob glatt oder gekraust wird so oft verwendet wie Petersilie. Den frisch würzigen Geschmack entfaltet Petersilie erst so richtig, wenn sie fein geschnitten oder gehackt wird. Superköche erledigen das im Nu mit einem Küchenmesser. Bei mir dauert es leider größtenteils ewig und deshalb greife ich dann zum Wiegemesser. Das geht oft nicht schneller, ist aber einfacher in der Handhabung und weniger gefährlich für die Finger. Damit ich in den Wintermonaten immer genügend, bereits gehackte Petersilie auf Vorrat zu haben, wird sie in kleinen Tiefkühlbehältern aufbewahrt und eingefroren.
Einige Kräuter wie Bohnenkraut, Dill, Majoran, Koriander, Oregano oder Estragon habe ich nicht im Garten, doch sie werden von Zeit zu Zeit gebraucht. Zum Glück kann man diese Kräuter getrocknet oder tiefgekühlt kaufen, denn für viele Gerichte sind sie einfach unentbehrlich. Gebe zu, ich liebe Kräuter und liebe mit Kräuter zu experimentieren. Auch unser Pferd bekommt seine tägliche Ration an Heilkräuter, die. speziell für ihre Krankheit abgestimmt sind, jetzt beim Fellwechsel unterstützen, sowie das Immunsystem für die bevorstehende kalte Jahreszeit stärken.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!